{"id":629,"date":"2015-10-21T13:00:51","date_gmt":"2015-10-21T13:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/sw-themes.com\/venedor_dummy\/?p=629"},"modified":"2026-03-16T09:31:57","modified_gmt":"2026-03-16T09:31:57","slug":"aliquam-erat-volutpat-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meinrecht.or.at\/?p=629","title":{"rendered":"C H E C K L I S T E   VW ABGASMANIPULATIONEN"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong><u>Ausgangssituation:<br \/>\n<\/u><\/strong>Nach derzeit vorliegenden Meldungen sind in \u00d6sterreich rund 363.400 Fahrzeuge betroffen, davon allein in der Steiermark 60.000 (steiermark.orf.at). Es handelt sich hiebei um VW, Audi, Seat und Skoda-Fahrzeuge. Pressmeldern zufolge k\u00f6nnten auch die Modelle Volvo, Renault und Hyunday betroffen sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u>Aufgliederung:<\/u><\/p>\n<ul>\n<li>500 VW PKWs<\/li>\n<li>400 VW Nutzfahrzeuge<\/li>\n<li>500 Audi<\/li>\n<li>700 Seat<\/li>\n<li>300 Skoda<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>Manipulationsvorgehen:<br \/>\n<\/u><\/strong>Die ARB (Air Resources Board) hat festgestellt, dass die betroffenen Dieselmotoren im realen Betrieb mehr Schadstoffe auswerfen, als im Testverfahren. VW hat, um die Zulassungsh\u00fcrde zu nehmen, diesen Fahrzeugen eine Software installiert, die erkennen kann, wann sich das Fahrzeug im Pr\u00fcfmodus befindet. Befindest sich das Fahrzeug im Pr\u00fcfmodus, verringern sich die entsprechenden Schadstoffe.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>Schadstoffe:<br \/>\n<\/u><\/strong>Nach den derzeit vorliegenden Berichten der ARB und der United States Environmental Protection Agency handelt es sich um Stickstoffoxide und zwar in der Verbindung aus Stickstoff und Sauerstoff, konkret vor allem Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2). Stickstoffoxide sind wie Feinstaub und daher gesundheitssch\u00e4dlich und werden von Dieselmotoren emittiert und reizen die Schleimh\u00e4ute und k\u00f6nnen f\u00fcr Asthmatiker eine Bedrohung sein. Sie tragen au\u00dferdem zur Versauerung von B\u00f6den bei.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>Betroffene Motoren:<br \/>\n<\/u><\/strong>Betroffen ist derzeit der Dieselmotor Typ EA 189. Dieser Motor wurde von VW in den 2000er Jahren entwickelt und ab 2007 in Europa und in den USA als \u201esauberster Diesel aller Zeiten\u201c eingef\u00fchrt. Es liegen von diesem Motortyp Modelle mit <strong><u>1,2 TDI, 1,6 TDI und 2,0 TDI -Motoren <\/u><\/strong>vor. Der Motor wurde auch bei den Konzernt\u00f6chtern Audi, Skoda und Seat verbaut. Laut Angaben von Skoda wurden 1,2 Millionen Motoren verbaut, bei Audi 2,1 Millionen. VW hat zugesichert, dass diese Motoren die Euro-5-Abgasnorm erf\u00fcllt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><strong><u>Rechtliche Konsequenzen:<\/u><\/strong><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>R\u00fcckholaktion:<br \/>\n<\/u><\/strong>Derzeit ist vollkommen unklar, mit welcher technischen Ausstattung die betroffenen Motoren r\u00fcckgebaut werden. Nach Angaben von VW ist geplant der Einbau neuer Einspritzd\u00fcsen sowie eventuell auch eines ge\u00e4nderten Katalysators. Laut Angaben eines \u00d6AMTC Berichtes ergibt sich dadurch die Gefahr eines Leistungsverlustes. Damit w\u00fcrde einher gehen in rechtlicher Konsequenz ein Gew\u00e4hrleistungsanspruch, der eine Preisminderung rechtfertigt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>Betriebserlaubnis:<br \/>\n<\/u><\/strong>Derzeit ist rechtlich vollkommen unklar, ob dadurch die Typengenehmigung bzw. eventuell auch die Betriebserlaubnis erlischt, dies muss anhand des KFD \u00fcberpr\u00fcft werden.Bei einer fehlenden Betriebserlaubnis ergibt sich weiters die Frage eines m\u00f6glichen Verwaltungsstrafverfahrens bzw. die haftungsrechtliche Bedeutung gegen\u00fcber der Haftpflichtversicherung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>Wiederverkaufswert:<br \/>\n<\/u><\/strong>Es d\u00fcrfte heute mit ziemlicher Sicherheit feststehen, dass der Wiederverkaufswert f\u00fcr die betroffenen Fahrzeuge gesunken ist. Auch wenn VW durch die Nachr\u00fcstaktion die Abgaswerte entsprechend korrigieren kann, bleibt zu bef\u00fcrchten, dass der Imageschaden auf jeden Fall erhalten bleibt, wodurch nat\u00fcrlich beim Wiederverkauf nicht mehr die Preise am Markt erzielen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>Nachr\u00fcstaktion:<br \/>\n<\/u><\/strong>Laut Angaben von \u00d6AMTC und dem ADAC besteht die Gefahr, dass nach Durchf\u00fchrung der Nachr\u00fcstaktion die Motoren mehr Sprit verbrauchen. Dadurch ergeben sich naturgem\u00e4\u00df ebenfalls Gew\u00e4hrleistungsanspr\u00fcche. Zu bedenken ist hier auch, dass die motorbezogene Steuer angehoben wird.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><u>Steuernachforderungen:<br \/>\n<\/u><\/strong>Derzeit ist vollkommen unklar, wie das Finanzministerium reagieren wird. Sollten die Stickstoffoxide ein kausaler Bestandteil sein f\u00fcr die Berechnung der motorbezogenen Steuer bzw. der NOVA, ist mit einer Nachforderung seitens des Finanzamtes zu rechnen. Sollten durch die Nachr\u00fcstaktion die Dieselmotoren mehr Sprit verbrauchen, ist ebenfalls mit einer Erh\u00f6hung der motorbezogenen Steuer zu rechnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgangssituation: Nach derzeit vorliegenden Meldungen sind in \u00d6sterreich rund 363.400 Fahrzeuge betroffen, davon allein in der Steiermark 60.000 (steiermark.orf.at). Es handelt sich hiebei um VW, Audi, Seat und Skoda-Fahrzeuge. Pressmeldern zufolge k\u00f6nnten auch die Modelle Volvo, Renault und Hyunday betroffen sein. 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